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Hochsensibilität – Drei Wege damit umzugehen

Hochsensible Menschen sind völlig gesund und „normal“ veranlagt. Doch wird dieses Persönlichkeitsmerkmal oft als Last empfunden. Kommt dir das bekannt vor? In diesem Beitrag erfährst du, wie du mit deiner als problematisch wahrgenommenen Eigenschaft „Hochsensibilität“ umgehen kannst, um dich wieder wohler in deiner Haut zu fühlen.

 

Viele der leisen, sensiblen Frauen die zu mir kommen, empfinden ihre Hochsensibilität als Krankheit, die man „heilen“ muss. Sie sehen vor allem das Leid und die Beeinträchtigungen, die ihre besonderen Fähigkeiten mit sich bringen.

Doch Hochsensibilität ist keine Krankheit oder Störung, sondern eine Veranlagung, die wir in der Regel von Geburt an mitbekommen haben (so zumindest der aktuelle Stand der Forschung). Du kannst es vergleichen mit deiner Augenfarbe oder Haarstruktur, die du vererbt bekommen hast – sie ist da und kann auch nicht verändert werden. Was du aber durchaus recht gut verändern kannst, ist der Umgang mit diesem Persönlichkeitsmerkmal.

Es gibt drei gängige Wege, mit den Eigenschaften, die wir mitbekommen haben – und für uns als problematisch wahrnehmen – umzugehen.

Nehmen wir einmal an, du magst dein lockiges Haar nicht und empfindest es als „Problem“. Jedes Mal, wenn du dir die Haare durchkämmst, ziept es wie Hölle und verursacht dir Schmerzen. Wie gehst du damit um?

 

1. Du möchtest das Problem auflösen

Möglichkeit 1 – du möchtest deine lockigen Haare loswerden. Du sehnst dich nach glattem, leicht kämmbaren Haar und ärgerst dich jedes Mal, wenn du morgens in den Spiegel schaust.

Dieser Weg ist der gängigste und total verständlich, führt aber leider zu nichts, denn durch das „dagegen ankämpfen“ werden deine Haare nicht glatter – du aber in jedem Fall immer unzufriedener und unglücklicher. Denn du möchtest anders sein als du bist und suggerierst dir damit jeden Tag auf’s neue, du bist nicht OK.

 

2. Du redest das Problem klein

Ebenso wenig nutzt es etwas, wenn du dir einredest, deine lockigen Haare sind gar nicht so schlimm. Du stellst dich vor den Spiegel, lächelst dir zu und sagst dir, dass deine lockigen Haare doch wunderschön sind. Du siehst in Zeitschriften immer wieder Models, die mit ihren Locken von den Titelseiten strahlen und denkst dir, warum stelle ich mich nur so an, die anderen Frauen haben doch auch keine Schwierigkeiten mit ihren Haaren. Ich sollte dankbarer sein und weniger jammern.

Damit tust du dir nichts Gutes – ganz im Gegenteil! Denn auf diesem Weg versuchst du das Problem kleinzureden und du tust so, als wäre es gar nicht da. Du nimmst deine Gefühle nicht erst, sondern verdrängst sie in den tiefsten Keller, wo sie unbemerkt weiter brodeln. Damit hast du nur bewirkt, dass dein innerer Kritiker noch mehr Macht über dich bekommt und dein Selbstwertgefühl sinkt.

 

3. Du nimmst dein Problem ernst

So schwierig sich das manchmal auch anfühlen kann, mit den angeborenen Eigenschaften zurechtzukommen, du wirst sie nicht ändern können. Doch du kannst ändern, dass du darunter leidest. Daher ist der dritte Weg der erfolgreichste – das Problem ernst zu nehmen. Mit „ernst“ meine ich nicht, dass du von jetzt an nur noch deine problematischen Locken im Kopf hast und das Ganze größer machst, als es ist.

In der Essenz geht es darum zu lernen, die GEFÜHLE die hochkommen, ernst zu nehmen.

Schenke deinem Schmerz Aufmerksamkeit, wenn du deine Haare kämmst. Nimm die Anstrengung wahr, die es dir bereitet, wenn du deine frisch gewaschenen Locken versuchst zu bändigen. Beobachte wie es dir geht, wenn du dich mit deinem „Problem“ auseinandersetzt.

Und dann schenke dir ein wenig Mitgefühl.

Mitgefühl für dein Leid, so als wenn du einer Freundin dabei zusiehst und du ihr beistehen möchtest. Vielleicht spürst du, wie dir dabei etwas wärmer ums Herz wird, sich Liebe und Verständnis in deinem Körper breit macht. Dieses Gefühl von Liebe und Mitgefühl verdrängt – ganz ohne Anstrengung – deinen Ärger und Sorgen. Du bist jetzt mehr mit dir im Reinen und akzeptierst dich so wie du bist.

Genauso wie mit der Eigenschaft der lockigen Haare, verhält es sich mit dem Persönlichkeitsmerkmal der Hochsensibilität. Wenn du erkennst, dass dir Weg 1 und Weg 2 nicht weiterhelfen, sondern sogar noch zusätzlich Leid verursachen, lade ich dich ein, den dritten Weg auszuprobieren:

Nimm deine Probleme und Gefühle ernst!

Akzeptiere all den Ärger, den Frust und deine Ängste im Zusammenhang mit deiner Hochsensibilität. Ich gebe zu, ganz so einfach, wie es klingt ist es nicht. Es gehört eine Portion Mut und Übung dazu, sich mit seinen Emotionen und Selbstzweifeln auseinanderzusetzen und sich so anzunehmen, wie man ist.

Aber eine Sache geht ganz leicht und die kannst du sofort umsetzen: Wirf einen mutigen Blick in dich selbst und lerne dich näher kennen. Nur so hast du eine Chance, dass dein Leiden aufhört. Im zweiten Schritt: Ändere deinen Umgang mit dir selbst.

Wie du Schritt für Schritt lernen kannst, deine leise, sensible Art aus einer neuen Perspektive wahrzunehmen und dich von Selbstzweifeln zu befreien, zeige ich dir in meinem neuen Buch „Selbstvertrauen für leise, sensible Frauen“. Es wird in den nächsten Tagen erhältlich sein.

Mehr Informationen zum Ratgeber und wie du ihn dir sichern kannst, findest du ganz bald Hier.

Wenn du erst einmal in die Lektüre hineinschnuppern möchtest, hast du die Möglichkeit, dir eine KOSTENLOSE Leseprobe anzufordern.

Alles Liebe

Sabine

PS: Der Zusammenhang zwischen einer Lockenmähne und Hochsensibilität klingt weit hergeholt? Ist aber tatsächlich aus dem wahren Leben. Meine Tochter wurde nicht nur mit einer roten Lockenmähne geboren, sondern gehört auch zu den leisen, sensiblen Personen dieser Welt. Beide Eigenschaften hat sie erst im Verlaufe der Zeit gelernt für sich anzunehmen und Frieden damit zu schließen. Der Weg ist noch nicht zu Ende, aber mittlerweile ist sie sogar ein wenig stolz darauf. 🙂

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