Fühlst du dich noch?

So schaltest du den Kopf ab und das Herz an.

Fühlst du dich noch? Dieser Beitrag hilft dir, diese kleine, aber allesentscheidende Frage zu beantworten. Du wirst verstehen, was dich vom Fühlen abhält und einen Weg kennenlernen, wie du dich von deinem ständigen Gedankenkarussell befreien kannst.

Fühlen ist eine Fähigkeit, welcher in der heutigen Welt nicht viel Beachtung geschenkt wird. Wenn es dir so geht wie den meisten Menschen, dann hast du verlernt, wahrhaftig zu fühlen. Einige leise, sensible Menschen haben über Jahre hinweg große Anstrengungen unternommen, um ihre Gefühle nicht spüren zu müssen. Oder sie haben sie einfach im Gefecht des Alltags nicht mehr wahrgenommen.

Zu viele Sinnesreize verhindern das Fühlen.

Zu hohe Leistungsmaßstäbe. Zu wenig Zeit. Die schnelllebige, digitale Welt hilft nicht dabei, die menschliche Fähigkeit des Fühlens zu stärken. Sobald wir in Stress geraten, unser Gedankenkarussell auf Hochtouren läuft oder wir uns übermäßig Sorgen machen, stecken wir im Überlebensmodus fest und sind nicht mehr in der Lage, zu fühlen. Wenn man dir schon einmal gesagt hat: „Du denkst zu viel nach“, dann geht es dir wie den meisten leisen, sensiblen Personen. Doch war dir auch die Folge davon bewusst? Ist dir klar, dass dich deine Gedanken aktiv vom Fühlen abhalten?

Eines ist Fakt: Wir können entweder denken oder fühlen.

In dem Moment, in dem dein Verstand auf Hochtouren läuft, bist du nicht mehr im Spür-Modus. Halten wir noch einmal fest: Denken ODER Fühlen – beides geht nicht. Diese Erkenntnis ist phänomenal, denn sie gibt uns einen klaren Hinweis darauf, was wir tun können, um dem Chaos im Kopf zu entkommen. Ganz genau: FÜHLEN.

Fritz Pearls, Begründer der Gestalttherapie, brachte es auf den Punkt: „Get out of your head and come to your senses“ („Lass das Denken und komm zu deinen Sinnen“). Wie das so einfach gehen soll? Dafür gibt es einen guten Trick. Stell dir einmal vor, du verharrst REGUNGSLOS und bist ganz still. Anschließend frage dich: Woran erkenne ich, dass ich lebe? Was tust du, um diese Frage beantworten zu können? Wie stellst du fest, dass du am Leben bist? Ganz genau, du wirst es SPÜREN! Du nimmst vielleicht deinen Herzschlag wahr, deinen Atem oder ein Kribbeln oder Pulsieren in den Armen oder Beinen. Die Luft auf deiner Haut oder ein Ziehen im Rücken. Du kannst dir erst sicher sein, dass du wirklich LEBENDIG bist, wenn du in dich hineinfühlst.

Wie oft fühlst du dich?

Doch Hand auf’s Herz: Wie oft am Tag tust du das? Wie oft fühlst du dich? Wenn wir jemandem begegnen, fragen wir: „Wie geht’s?“ oder: „Wie fühlst du dich?“. Oft stellen wir fest, es ist gar nicht immer so einfach, darauf zu antworten. Wir reagieren dann gerne mal mit „Ach, zurzeit geht es mir nicht so gut. Ich habe viel um die Ohren.“ oder: „Es geht mir gut, der Job macht mir gerade viel Spaß.“ Damit sagen wir jedoch noch gar nichts darüber aus, WIE wir uns FÜHLEN.

Antworten gibt hier unser Verstand.

Im Grunde antwortet auf die Frage wie wir uns fühlen meist unser Verstand, der aus dem Erlebten der letzten Tage heraus den aktuellen Zustand interpretiert. Und oft erzählen wir dann davon, was in unserem Leben gerade so los ist: von unserem Stress, weil wir umziehen, dem Ärger mit der Nachbarin oder der schönen Zeit im Urlaub mit der Familie. Was wir aber selten erwähnen: Wie wir uns fühlen, das heißt, welche GEFÜHLE wir in diesem Moment in uns wahrnehmen. Wenn wir mit uns in Kontakt sind, werden wir auf die Frage vielleicht antworten: „Ich bin etwas angespannt, weil ich fürchte, der Umzug könnte nicht reibungslos verlaufen“ oder: „Ich fühle mich leicht und ausgeglichen, der Urlaub hat mir sehr gut getan.“

Wie fühlst du dich in diesem Augenblick, jetzt, wo du diese Zeilen liest? Was fühlst du in deinem Körper? Ist er warm oder eher kühl? Entspannt oder ist der Rücken leicht verkrampft? Wie geht es deinem Gesicht? Runzelst du die Stirn? Kannst du deine Augen wahrnehmen? Strengen sie sich an beim Lesen? Was macht der Atem? Ist er tief oder flach, schnell oder langsam, eng oder weit? Und spürst du die Luft auf deiner Haut?

Du musst im ersten Schritt nicht einmal die Antwort darauf haben, WIE du dich fühlst, es genügt bereits zu wissen, OB du dich wahrnimmst. Alles andere kommt später. Klingt etwas übertrieben? Nicht wirklich wichtig? Interessiert ja sowieso niemanden, wie du dich fühlst? Vielleicht hast du recht. Aber eine Person sollte in jedem Fall daran interessiert sein: DU SELBST!

Welche Gefühle bestimmen dein Leben?

Frage dich, was hinter deinen Zielen steckt: Warum möchtest du deinen Job möglichst gut machen? Warum sparst du Geld? Warum möchtest du dich verlieben? Warum möchtest du heiraten? Warum möchtest du Kinder bekommen (oder auch: warum nicht)? Warum liest du dieses Buch? Warum tust du das, was du tust? Oder warum möchtest du das haben, wonach du strebst? Welches Gefühl möchtest du fühlen und welches nicht?
Denke beispielsweise an etwas, das du heute getan hast. Prüfe, warum du das getan hast. Was war dein wahrer Beweggrund? Damit meine ich nicht unbedingt die alltäglichen Dinge wie Waschen, Zähneputzen oder Frühstücken. Eher etwas, was du jemandem gesagt oder für jemanden getan hast. Das nette Lächeln, das du deiner Frisörin geschenkt hast, oder den Gefallen, den du deiner Kollegin getan hast. Welcher Wunsch oder welche Angst steckte dahinter?
Wenn du das eine Weile übst, wirst du feststellen, dass immer Gefühle im Spiel sind. Selbst bei knallharten Geschäftsmännern, die einen Deal aushandeln. Sie schalten bei eiskalten Verhandlungen sicherlich Gefühle wie Mitleid oder Gerechtigkeitssinn aus, aber dafür ist möglicherweise die Angst, zu versagen dominant oder die Panik, sich wertlos zu fühlen, wenn das Geschäft schiefläuft.

Folgendes kannst du für dich mitnehmen:

Fazit: Es lohnt sich, den Gefühlen mehr Beachtung zu schenken.

Nimm dir am besten gleich heute vor, dich mehrmals am Tag zu fragen, wie es dir geht und dabei in dich hineinzuhorchen. Anfangs fällt es dir vielleicht noch etwas schwer, eine Antwort zu finden. Aber du wirst sehen, mit ein wenig Übung, wird es immer leichter und als positiver Nebeneffekt werden deine ständigen Gedankenkreisel sich beruhigen und in den Hintergrund treten.

Möchtest du mehr über die Macht der Gefühle erfahren? Oder wünschst du dir eine einfache 3-Schritt-Anleitung, um endlich auch im Alltag auf einfache, aber effektive Weise ins Spüren zu kommen? HIER in meinem Buch habe ich die Essenz für dich zusammengetragen – lies gern mal rein!

Alles Liebe

Sabine

Mein Buch "Selbstvertrauen für leise, sensible Frauen"

 

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

search previous next tag category expand menu location phone mail time cart zoom edit close